Die Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften

Die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften wurde am 21. April 1779 von Karl Gottlob Anton und Adolf Traugott von Gersdorf gegründet. Sie ist damit eine der ältesten regionalen Gelehrtengesellschaften Deutschlands. Es waren Vertreter des gebildeten Bürgertums und des aufgeklärten Adels, die sich zum Ziel gesetzt hatten, durch die Förderung der Wissenschaften das wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Leben der Region systematisch zu entwickeln und das Lebensniveau der Bevölkerung, insbesondere der leibeigenen Bauern, nachhaltig zu verbessern. Tatsächlich gingen wesentliche Impulse in allen diesen Bereichen vom Wirken der Gesellschaft aus. Eigene Publikationen, Förderpreise sowie die dank Vermächtnissen der Gesellschaftsgründer umfassenden Sammlungen sowie die Bibliothek beförderten das kulturelle Leben nachhaltig. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges kam die Arbeit der Gesellschaft zum Erliegen. Symposien und Publikationen seit den 50er Jahren und die Pflege der Sammlungen bewahrten die Gesellschaft vor dem Vergessen, sodass sie 1990 neu begründet werden konnte. 2004 feierte sie ihr 225jähriges Bestehen. Heute gehören ihr ca. 170 Mitglieder aus dem In- und Ausland an. Neben der Erforschung der Geschichte der Oberlausitz sieht sie ihre Aufgabe, ähnlich wie in der Gründungsphase, in der Förderung der regionalen Entwicklung, durch Wissenschaftsaustausch auch mit Vertretern der Nachbarregionen Polens und Tschechiens.

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