Ziegeleiweg

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Vom Finstertor nach Norden an der jetzigen östlichen Kirchhofmauer entlang geht seit alten Zeiten der Ziegel- oder Ziegeleiweg, dessen Unterhaltung der Stadt viel Geld kostete. Er wird ein alter Abteilungsweg der acht Königshufen von 1071 gewesen sein. Am Ende der Kirchhofsmauer steht noch eine Wirtschaft, die schon 1813 und lange Zeit nachher der Familie Wendschuh gehörte (woher denn das nahe Kirchhoftor bis heute noch das Wendschuhtor heißt), die sie um 1900 an Julius Förster verkaufte. 1769 stand dieser Wirtschaft gegenüber eine andere, die jetzt verschwunden ist. Auch bei der städtischen Ziegelei waren 1914 noch zwei selbständige Ziegeleien, deren eine 1916 von Heinrich Aster betrieben wurde.