Wilhelmsplatz

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Der Wilhelmsplatz ist der größte Platz der Stadt Görlitz und liegt inmitten prachtvoller Gründerzeitbebauung. Eine große Rasenfläche und lange Beete mit abwechslungsreicher Frühjahrs- und Sommerbepflanzung und große Kastanienbäume sind die Höhepunkte der Anlage. An den Langseiten des Platzes laden Sitznischen mit Bänken zum Verweilen und Betrachten ein.

Die uns bekannte Geschichte des heutigen Wilhelmsplatzes begann 1849, als verkündet wurde, dass der damalige Heumarkt ab sofort dort abgehalten wird. 1860 erhielt der Platz eine Umrahmung mit einer doppelten Baumreihe aus Ahorn und Linde, schon 1862 wird die "Dekoration" mit Ziersträuchern und Pflanzengruppen erwähnt. 1871, nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges, erhielt der Platz zu Ehren des deutschen Kaisers Wilhelm I. den Namen Wilhelmsplatz. Der Platz zeigt sich uns im wesentlichen heute noch so wie nach seiner großen Umgestaltung 1939, als deren Ergebnis die überschaubare Rasenfläche mit den Pflanzbändern angelegt und rund um den Platz Parkplätze geschaffen wurden. Der Gartendirektor Henry Kraft, dem Görlitz eine Reihe kostbarer Grünanlagen verdankt, realisierte 1956 Staudenpflanzungen an den Sitznischen, unterbrach die langen Pflanzbänder und schuf damit abwechslungsreichere Gestaltungsmöglichkeiten. Auch der Abschluss der Westseite zur Jakobstraße ist seinem Wirken zu verdanken.

Text: (http://www.wilhelmsplatz.net)

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Der Wilhelmsplatz hat seinen Namen seit 1871; schon 1848 hatte man dort den Platz für Marktzwecke angelegt und ihm den Namen Neumarkt gegeben ). 1860 wurde er geebnet und mit der Konsulstraße in Zusammenhang gebracht. Das Gebäude der seit 1852 bestehenden Gewerbeschule wurde 1872/73 errichtet ); als 1878/81 die Gewerbeschule aufgelöst wurde, zog in das Haus die Höhere Töchterschule (Lyzeum).

 

Literatur:

weiterführende Texte: