Untermarkt 16 (Börse)

Bereits zu Beginn 14. Jahrhunderts wird in den alten Stadtbüchern an dieser Stelle ein Markthaus erwähnt, welches um 1700 aus mehreren Verkaufsstellen bestand.

1706 wurden diese abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, der in den Büchern dieser Zeit als „Neues Kaufhaus“, „Börse“ oder „Kommissionshaus“ geführt wird.

Das nun barocke Gebäude erhielt 1714, 8 Jahre nach dem Baubeginn, sein auffälliges Portal. Bemerkenswert ist die Giebelgruppe des Portals. Sie stammt aus der Hand von C. G. von Rodewitz, dem auch der barocke Altar der Dreifaltigkeitskirche und der Beichtstuhl im nördlichen Schiff der Peterskirche zugeschrieben werden.

Besondere Bedeutung gewann das Gebäude durch den Einzug der Milichschen Bibliothek, die 1784 hier untergebracht wurde. Im gleichen Jahr ergänzte man das Portal auch um die bis heute erhaltene Kartusche.