Peterstraße 11

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Nr. 11 (316). An der Straßenseite zeigen sich Spuren der Gotik und der Renaissancezeit, auch im Hofe finden sich spätgotische Fenster, an der Straße ein schlichtes Barockportal. Das Haus ist uns ehrwürdig dadurch, daß der berühmte Oberstadtschreiber Haß, dem wir höchst wertvolle Ratsannalen zu verdanken haben, bis zu seinem Tode (1544) hier wohnte und daß der höchst verdiente Görlitzer Geschichtsforscher Johann Christian Karl Crudelius (gest. 1777) hier wirkte. Der Letztgenannte erneuerte das Haus 1765. Noch jetzt weist darauf hin die Inschrift oben am Portal: Habitationi aptiori restituit aedes vetustate deformas MDCCLXV C(rudelius). Besitzer: 1472, 1485 Christof Atmann, 1496, 1500 Hans Eschenloer, 1505 und 1518 Georg Emerichs Sohn Hans Emerich der Aeltere, der der Stadt nach seinem Wegzuge viel zu schaffen machte, 1519-1544 Johann Haß (s. oben), 1545 sein Sohn Valentin Haß, 1576 Gregor Frenzel, 1607 der Bürgermeister David Tuchscherer, Herr auf Girbigsdorf, 1700 Anna Sommer, geb. Ferber (gest. 1707), Frau des Kaufmanns Bartholomäus Sommer auf Girbigsdorf und Kleinbiesnitz, dann der Arzt Dr. Gottfried Gerber, seit 1765 Crudelius (s. oben), 1790 Sophie Crudelius; 1813 wohnte als Mieter hier der Görlitzer Stadtsyndikus Christian Traugott Buchwald (gest. 1813), 1815 der Kaufmann Peck. In dem Hause befand sich von 1837 bis 1853 die Post, im 2. Stock wohnte der Oberpostdirektor Strahl.

 

Splitter:

Restaurationen / Gaststätten  
Quelle Rubrik Name Adresse
AB 1897/98 Restauration Bormann, Max Peterstraße 11
AB 1905/06 Restauration Bormanns Restaurant  Peterstraße 11
AB 1913/14 Restauration Bormanns Restaurant  Peterstraße 11