Nikolaistraße 5 (Silberner Anker)

Am unteren Ausgang der Nikolaistraße finden Sie ein weiteres der großen Portale der Renaissanceepoche – das Haus Nikolaistraße 5.
Wie bei den unteren Fenstern des Hauses Nikolaistraße 10 kann man auch hier deutlich die Veränderung des Straßenniveaus erleben. Der Anker im Schlussstein des Portals weist auf die ursprüngliche Hausbezeichnung: „Zum silbernen Anker“ hin.
Im Keller dieses Hauses (Nikolaistraße 5) befindet sich das jüdische Bad, eine mittelalterliche Badestelle der Görlitzer Juden. Auf Anfrage in der benachbarten Gaststätte „Destille“ können die Kellerräume besichtigt werden.

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Nikolaigasse 5 (285) hat ein Rundbogenportal aus der Renaissancezeit, umrahmt mit schräggestellten Pfosten. In den Zwickeln und an den Pfosten finden sich Ornamente. Der Mittelkragstein zeigt einen Anker, weshalb das Haus wohl auch zum silbernen Anker genannt wird. Die Türflügel tragen die Gestaltung von etwa 1790. Links neben der Tür findet sich ein Fenster, das beinahe bis an den Boden reicht und Renaissanceformen zeigt ). Um 1700 besaß das Haus der Stadtschreiber Gottfried Gerlach (s. Untermarkt 22), seit mindestens 1790 bis 1862 Christian Gottfried Tobias und seine Nachkommen.

 

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