Nikolaistraße 4

Der zeitliche Ursprung des Hauses Nikolaistraße 4 ist, angesichts vieler baulicher Veränderungen, nur wage zu definieren. Immerhin wird die Nikolaistraße bereits 1305 zum ersten Mal erwähnt. Datierbar sind aber die Kelleranlagen des Hauses. Sie reichen in das 15. Jahrhundert zurück. Nachweisbar ist anhand der historischen Befunde auch ein 3-geschossiges Renaissancegebäude (1544/1584) an dieser Stelle.
Die heute erlebbaren barocken Strukturen basieren auf einem Neuaufbau des Gebäudes nach dem Stadtbrand 1717. Aus dieser Zeit stammen eine Reihe von kreuzgewölbten Räumen und vor allem eine mit Akanthusmotiven und Marmorierungen bemalte Holzbalkendecke.
Nachdem bei der letzten Sanierung die im 19. Jahrhundert zusätzlich eingezogenen Trennwände entfernt wurden, ist nun die Barocke Struktur des Hauses wieder erlebbar.

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Nikolaigasse 4 (284) gehörte 1675 dem Senator Gottfried Gösing (gest. 1687) auf Rauschwalde, 1725 dem Musikus und Stadtpfeifer Joh. David Schertzmeyer, 1750 dem Arzte Dr. Gottlob Morgenstern (1688 bis 1757).

 

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