Nikolaistraße 13

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Nikolaigasse 13 (293) hat ein schmales Barockportal mit Oberlichtgitter und mit großem Schlußsteine. Über den mittleren zwei Fenstern Dachungen mit Barockschmuck. Seit 1854 im Besitze der Stadt, gleich anfangs bis jetzt als Pfandleihhaus benutzt. Besitzer: 1675, 1700 der Bürgermeister Michael Steinbach aus Löbau (gest. 1705), 1718, 1725, 1775 die Familie Fromberg auf Kieslingswalde und Stolzenberg. 1790 Johanne Friederike Wilhelmine Behrnauer, geb. Baumeister, verwitwete v. Achtritz, die das Haus an die Stände des Preußischen Markgrafentums verkaufte; es diente damals als Landsteuerhaus und Wohnhaus für die landständischen Beamten. 1854, als das Ständehaus auf der Promenade erbaut war, kam es an die Stadt. Im Innern finden sich Stuckdecken.