Nikolaistraße 11

Die Nikolaistraße 11 gehört zu den kleineren Handwerkerhäusern der Renaissanceepoche der Stadt Görlitz.
Wie viele andere ist auch dieses Haus gotischen Ursprungs. Dies belegen die noch vorhandenen Kellergewölbe aus dieser Zeit und die während der Restaurierung gefundenen Reste gotischen Mauerwerkes an der Straßenfassade.
Deutlich zu erkennen ist das lasierte Kreuzmuster auf dem sichtbar gelassenen Ziegelmauerwerk.
Die Renaissancegewände der straßenseitigen Fenster haben die Brände des 17. und 18. Jahrhunderts überstanden und sind original erhalten. Art und Farbe des Putzes beziehen sich auf einen Befund eines Renaissanceputzes aus dem 16. Jahrhundert, der oberhalb des gotischen Mauerwerkes sichtbar gemacht wurde.

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Nikolaigasse 11 (291) hat im l. und 2. Obergeschosse Renaissancefenster und Verdachung. 1675 ist es in den Händen der Maria Elisabeth Ferber, geb. von Heldreich, Witwe des Bürgermeisters Friedrich Ferber (gest. 1667) auf Holtendorf, 1725 des Advokaten und Senators Gottlob Benjamin Nicht (gest. 1739).