Neptunbrunnen

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Der Neptunbrunnen schreibt sich aus dem Jahre 1756 her. Er ist von einem Steinmetzen in Wenig-Rackwitz bei Löwenberg, Joh. Georg Mattausch, gefertigt. Die Zeichnung zum Neptun lieferte der namhafte Berg- und Hüttenmann in Freiberg i.S. Joh. Friedr. Willh. Charpentier; leider ist von einem Bildhauer in Hirschberg die Arbeit nach dem ganz gut geratenen Bilde schlecht ausgeführt, so daß sich ein Kunstkenner damals über diesen „Skandal der Bildhauerkunst“ sehr aufregte. Uns aber will es scheinen, daß die „barock-gravitätische Figur“ und das Brunnenbecken als Vordergrund zu den schönen Renaissancebauten von lebensvoller Wirkung sei. Uebrigens stand an der Stelle seit 1565/66 schon ein kunstvoller Röhrkasten, geschmückt mit „acht schönen Tugenden“ und einer Säule, worauf ein Riese nebst des Kaisers Wappen sich erhob. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde leider dieses Werk des jüngeren Wendel Roßkopf, das also aus der Blüte des Görlitzer Renaissancestiles stammte, abgetan und durch eine Holzbütte ersetzt ).

 

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