Neißstraße 20

Wie viele andere Häuser der Görlitzer Altstadt besaß auch das Gebäude Neißstraße 20 Braurecht.
Architektonisch interessant sind das einfache, an die Renaissance erinnernde Portal und vor allem die über beide Obergeschosse vollständig mit symmetrisch angeordnetem Akanthuslaubwerk bemalte Fassade.
Architektonisch interessant sind das einfache, an die Renaissance erinnernde Portal und vor allem die über beide Obergeschosse vollständig mit symmetrisch angeordnetem Akanthuslaubwerk bemalte Fassade. Diese Art eines Fassadendekors ist in der Oberlausitz des 17. Jahrhunderts einmalig. Sie wurde erst bei denkmalpflegerischen Untersuchungen im Jahr 1953 freigelegt und zum ersten Mal restauriert. Die Malerei wird auf das Jahr 1680 datiert.
Verbunden mit einer empfehlenswerten Gaststätte wurden von dem Eigentümer auch hier die für Görlitz typischen Kelleranlagen erlebbar gemacht.
Besonders interessant ist hier die Verbindung mit den ebenfalls mehretagigen Kellern des Nachbarhauses. In den oberen Kellerräumen der Neißstraße 20 finden sich noch Elemente der Gotik und der Renaissance.

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Neißgasse 20 (344), ein Brauhof mit einem Portal, das an die Renaissance erinnert, sonst zeigt er Barockformen. Ihn hatte 1726 Christian Anders inne, bei dem am 30. April dieses Jahres der unheilvolle Brand auskam. Schon vor 1813 besaß ihn Christian Traugott Rehfeld, dessen Nachkomme der Tuchfabrikant Friedrich Louis Rehfeld 1861 eingeschriebener Besitzer wurde; 1904 erkaufte ihn der Böttchermeister A. Müller.
 

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