Neißstraße 18

Auch das dreigeschossige Görlitzer Gebäude Neißstr.18 war im Laufe der Zeit vielerlei Veränderungen unterworfen. Den häufigen Umbauten zum Trotz haben sich im Haus eine ganze Reihe von baugeschichtlich interessanten Details erhalten.

Ungewöhnlich sind zuerst die Proportionen des Hauses. Straßenseitig weisen die Innenräume nur eine Breite von ca. 2,30 m, hofseitig von ca. 3,40 auf. In der Tiefe erreicht der Grundriss eine Länge von über 15 m. Befunduntersuchungen ergaben verschiedene bauzeitliche Zuordnungen einzelner Räume bzw. Bauteile.
Teile der Kelleranlage wurden auf das beginnende 16. Jahrhundert datiert. Im Erdgeschoss wurden, vermutlich spätgotische, Segmentbogennischen an Ost- und Westwand gefunden. Die Südfassade wird in diesem Geschoss von 2 Fensternischen aus der Zeit der Renaissance gegliedert. Hofseitig entdeckte man Reste einer barocken Decke mit marmorierten Balken und mit Akanthusranken bemalten Brettern.
Heute befindet sich hier eine Porzellanhandmalerei, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt.