Marienplatz

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Die (frühere) Hospitalgasse. Es ist die Gegend von dem Dicken ‚Turm bis zum Postplatze. Sie wurde auch „vor dem Frauentore“ genannt. Beim Hinausgehen aus dem Tore lag 1779 links ein Garten und ein großes Privathaus, welches 1713 zu einem Waisenhause bestimmt war, hernach aber, als man 1728 das Waisenhaus an die Abendseite der Annenkirche baute, von der Stadt verkauft wurde ). Gegenüber an der Ecke standen der Gasthof zum Strauß und etliche Privathäuser; dann folgte die Frauenkirche und der Frauenkirchhof. Gegenüber der Kirche lagen das Hospital zur Lieben Frauen und drei Privathäuser ).

Der Goldene Strauß wurde 1717 von dem Tuchmacher Gottfried Sieber eingerichtet und diente hauptsächlich als Herberge für die von Zittau kommenden Fuhrleute. 1813 war Besitzer Johann Gottlob Petermann, diesem folgte die Familie Flemming aus Löbau. 1842 kaufte das Grundstück Carl Benjamin Siegel, der es umbaute, 1852 erwarb es Carl Wilhelm Müssig; seit 1865 besaß es Johann Michael Knauthe, 1913 ist der „Strauß“ mit Hinzunahme von Nachbargrundstücken zum Warenhause eingerichtet. Der eigentliche Gasthof trägt die Nummer Demianiplatz 11 und Marienplatz 3 (419).

 

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