Langenstraße 37

Besondere Erwähnung an der Fassade des Gebäudes Langenstraße 37 verdient das barocke Portal mit seinem gesprengten Giebel. Der Schlussstein des Portals trägt ein aufwendig gearbeitetes Siegelmonogramm.
Darüber, im Giebeldreieck, befindet sich eine vorstehende Kartusche, deren Medaillon mit einem Goldenen Kreuz auf rotem Grund verziert ist. Die beiden Pilaster beidseitig des Portals besitzen, wie die des Hauses Langenstraße 41, flache ionische Kapitelle, die zusätzlich durch Quastengehänge betont sind.
Im Eingangsbereich des Hauses ist noch die mit Kreuzgratgewölben überspannte Erdgeschosshalle erlebbar.
Ein barocker Kamin ist im 1. Obergeschoss erhalten.
Die Bauzeit des Gebäudes liegt vermutlich ebenfalls nach dem Stadtbrand des Jahres 1717, bei dem große Teile der Langenstraße zerstört wurden.

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Langengasse 37 (193), genannt das Goldene Kreuz ), ein stattliches massives Haus von bedeutender Tiefe, ein Mittelbarockbau. 1675 Besitzer: Kaufmann Zacharias Schmied, Vater des Goldschmiedes Daniel Schmied (gest. 1754), dann dessen Schwiegersohn Johann Georg Hellmuth, der 1775 als Besitzer erscheint und Deputierter der milden Stiftungen war. 1790 hat das Haus Sigmund Gottlieb Vogelsang, Stadtchirurg und Geburtshelfer (gest. 1812), 1820 Christian Friedrich Vogelsang, der Nachfolger seines Vaters im Amte. 1844 hatte dort die Bürgerressource ihre Wohnung  ). 1926/27 wurde das Haus von der evangelischen Kirchengemeinde zu einem Gemeindehaus ausgebaut. -

 

Splitter:

Gasthöfe / Hotels    
Quelle Rubrik Name Adresse
AB 1911/12 Gasthof Zum goldenes Kreuz Langenstraße 37
AB1913/14 Gasthof / Hotel Zum goldenen Kreuz  Langenstraße 37
AB1927/28 Gasthof / Hotel Evang. Jugendheim, Lehrlingsheim, Wanderherberge  Langenstraße 37
AB 1929/30 Gasthof Evang. Jugendheim, Lehrlingsheim, Jugendherberge  Langenstraße 37