Langenstraße 17

Die Görlitzer Langenstraße 17 ist eines der ältesten Gebäude der Langenstraße, die selbst 1298 das erste Mal als „longa platea“ erwähnt wird und in Zusammenhang mit der Görlitzer Stadterweiterung 1250 angelegt wurde.
Das Haus besitzt einen gotischen Kern, wurde aber nach dem Stadtbrand 1717 neu aufgebaut und im 19. und 20. Jahrhundert noch einmal verändert. Die heute erlebbare Fassade, welche bei den Sanierungsarbeiten 1995 neu gestaltet wurde, präsentiert Fassadenelemente der Gotik, der Renaissance und des Barock entsprechend der an der jeweiligen Stelle aufgenommenen Befunde.
Das ungewöhnliche hohe Erdgeschoss ist von einer in Görlitz äußerst seltenen Backsteinfassade geprägt. Baugeschichtliche Nachrichten finden sich bei diesem Gebäude, wie bei vielen der Handwerkerhäuser der Stadt Görlitz, nur wenige.

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

In Nr. 17 (167) wohnte 1700 und 1725 der Rotgießer Johann Georg Sievert, 1750 der Rotgießer Gottlieb Ernst Sievert. -