Langenstraße 10/11

Der Ursprung der beiden Handwerkerhäuser Langenstraße 10/11 liegt in der Zeit der Gotik und der frühen Renaissance.
Im Zusammenhang mit den restauratorischen Untersuchungen wurden mehrere Lagen Putz aus der Spätgotik, der Renaissance und des Barock gefunden und zum Teil wieder erlebbar gemacht. Die gequaderte Gestaltung des Putzes einschließlich der Ornamente am links gelegenen Haus Nr. 10 gilt als die erste Putzfassung und ist vermutlich spätgotisch.
Am Haus Nr. 11 ist die Putzstruktur der Renaissance zu sehen. Der dunkle Spritzputz und die in Sgraffito-Technik gestalteten Fenstergewände sind typisch für diese Zeit und in Görlitz oft zu finden. Außerdem ist das Fragment eines Renaissancebogens bei den Restaurierungsarbeiten freigelegt worden.
Beide Gebäude wurden beim Stadtbrand am 31.07.1717 stark beschädigt und danach wieder neu aufgebaut. 1874 erhielt das Haus 10 sein 3. und 1882 das Haus 11 sein 2. Obergeschoss.