Krischelstraße 4

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Krischelstraße 4 (46) besaß 1700 der Kunstmaler Johann Christian Riech (gest. 1738), dann der Goldschmied Johann Christian Riech, der das Haus 1725 an den Leinwandgroßhändler Christian Hänisch verkaufte; es wurde von ihm und den nachfolgenden Besitzern, den Kaufleuten Michael Schlegel (gest. 1760) und Wilhelm Friedrich Straphinus, hauptsächlich als Niederlagsraum benutzt. Ebenso von Johann Gotthelf Geißler (siehe Webergasse Nr. 11), der überdies auch die Hinterhäuser von Nr. 3, 2 und 1 mit seinen Waren belegte. 1812 ging Nr. 4 in anderen Besitz über. Krischelgasse 6 (48 a) besaß seit 1810 Johann Gottlob Fritsche, seit 1818 sein Bruder Johann August Fritsche. Krischelgasse 7 (48 b) lag bis 1820 wüste. Jetzt bildet es eine Einheit mit Nr. 7. Krischelgasse 10 trägt an einem Barockportale eine Hausmarke mit den Buchstaben C. S. (vielleicht Christian Scholze).