Krischelstraße

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Krischelgasse

auch vereinzelt Crischergasse, auch Crischauergasse ). Krischeln nennt man in der Oberlausitz „veredelte Schlehen“, die gezüchtet werden und wurden. Die Gasse hatte nach den verlorenen Geschoßbüchern 1403 nicht weniger als 31 Wirte, was einen Schluß auf die Ausdehnung der Gasse zuläßt. 1559 stehen unter Krischelgasse 24 Nummern.
1850 zählten der Fischmarkt 15, die Fischmarktgasse 5, die Krischelgasse 14, also zusammen 34 Höfe. Die Brände von 1525 und 1759 haben hier rechte Veränderungen geschaffen. Nach dem Brande von 1759 kamen alte Mauerreste zum Vorschein ). Die Häuser der Südseite hatten bis 1823 ebenso wie die der Nonnengasse, wegen der hohen inneren Stadtmauern an der Elisabethstraße, die überdies bedeckt waren, wenig Luft und Licht; dem wurde damals wenigstens einigermaßen abgeholfen.