Karpfengrund 8

An der Stelle der heutigen Gebäude Karpfengrund 5-8 stand bis in das 17. Jahrhundert ein großer Hof. Erst nachdem dieser dem Brand im Jahr 1691 zum Opfer fiel, entstanden hier 4 Handwerkerhäuser, in deren Grundrisse aber die vorgefundene Ruine einbezogen wurde.
Die gotischen Befunde der Fassade gehen also auf den Vorgängerbau zurück. Die Fassade des 1. Obergeschosses ist auf das ausgehende 16. Jahrhundert (Renaissance) datiert. Analog zu den Gebäuden Nonnengasse 16, Neißstraße 26 (Hofseite), Langenstraße 11 und Plattnergasse 1 sind hier Fenstergewände zu sehen, die illusionistisch die für die Görlitzer Renaissance typischen Profile wiedergeben.
Hervorzuheben sind auch die im Inneren des Gebäudes befindlichen originalen Holzbalkendecken und die Reste einer Wandmalerei in dem der Straße zugewandten Wohnraum des 1. Obergeschosses (vermutlich 16. Jahrhundert).

Die Sanierung des Gebäudes erfolgte in den Jahren 1988-1992. Die eiserne Eingangstür wurde entsprechend den in Görlitz vorhandenen Erfahrungen mit Bauten der späten Gotik liebevoll ergänzt.

 

weiterführende Texte: