Jüdisches Bad (Nikolaistraße 5)

Die Kelleranlagen des Hauses Nikolaistraße 5/6 werden in ihrem Ursprung auf das 14. Jahrhundert datiert.
Auch die hier erhaltene Drainage und das etwa 1 x 2 Meter große Wasserbecken im tiefsten der Keller (ca. 5 m unter dem Niveau der Nikolaistraße) ordnet man in diese Epoche ein.
Ob die im Volksmund übliche Bezeichnung „Judenbad“ der tatsächlich ursprünglichen Funktion entspricht, ist unter Fachleuten strittig. Immerhin wurden alle Bürger jüdischen Glaubens anlässlich der Pest 1348/49 aus der Stadt vertrieben und kehrten erst Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.
Unberührt davon mag die Anlage, da es sich um fließendes Wasser handelt, seit dem Mittelalter den Bewohnern der Umgebung als Wasserquelle oder auch Waschmöglichkeit gedient haben. Den heutigen Zustand des Bades verdanken wir einer Sanierung der Görlitzer Denkmalpflege von 1982-86.