Heilige-Grab-Straße

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Heiligegrabstraße. Kummerau. Scheitergasse (Mariengasse). Girbigsdorfer Weg. Alte Straße nach Niesky. Nieskyer Chaussee. Die Heiligegrabstraße hatte ursprünglich nur wenige Häuser. Etwa im Jahre 1770 trifft der nördliche Ausgang der Hohen Straße noch in den Girbigsdorfer Weg ). 1750 und 1775 hieß der Teil der Heiligengrabstraße vom Heiligen Grabe bis an die Schanze Glöcknereigasse, die auch einen Teil der heutigen Schanze enthielt - benannt nach dem Glöckner auf dem Heiligen Grabe. 1846 und 1848 und zweifelsohne schon etwa 150 Jahre zuvor tritt Scheitergasse (jetzt Hagspihlstraße) auf, benannt wohl nach dem Bürstenbinder Caspar Scheiter, der 1595-1603 Görlitzer Bürger ) war. Scheiters Haus stand freilich am Kelleborn, dessen Name aber hatte früher eine weitere Ausdehnung ). 1848 beschloß die Stadtbehörde der Scheitergasse den Namen Mariengasse zu geben, deren Name aber nie volkstümlich geworden ist; nur noch schwache Erinnerungen haben sich erhalten (Restaurant Marienburg Nr. 76) ). 1855 umfaßte die Heiligegrabstraße, die schon damals nach Osten und Westen die heutige Ausdehnung hatte, nur 18 Nummern, wie auch schon 1779. Seit 1855 wird sehr viel gebaut, so daß 1931 die Straße 86 Nummern hat. -