Handwerk 12

Das Eckgrundstück zur Kränzelstraße liegt im Gebiet der ersten Stadtbebauung aus dem 14. Jahrhundert.
Die Häuser in diesem Straßenzug gehörten einst kleinen Handwerkern, vor allem Tuchmachern.
Nähere Angaben zur Bebauung des Grundstücks in dieser Zeit sind nicht vorhanden. Vom Stadtbrand 1525 war es ebenso betroffen wie vom Feuer im Jahre 1726.
Auf einer Vogelperspektive der Stadt Görlitz aus dem Jahre 1650 ist an dieser Stelle ein Gebäude zu erkennen, welches einen Giebel zur Kränzelstraße hin besaß. Auf einer Vogelperspektive von 1714 zeigt der Giebel jedoch nach Süden zum Handwerk hin. Nach dem Stadtbrand von 1726 lag die Parzelle bis zur Neubebauung in der jetzigen Form im Jahre 1824 wüst.
Das Gebäude nimmt die gesamte Grundstücksfläche ein. Die Fassaden sind in einem sehr schlichten Klassizismus gestaltet. Das Dach hat 3 Ebenen, geneigte Flächen gibt es nur an den Straßenseiten.
Sehenswert ist im Erdgeschoss eine schmiedeeiserne Tür mit Kreuzverband, die wahrscheinlich aus dem abgebrochenen Haus Helle Gasse 5 stammt. Die Holzbalkendecke im Erdgeschossflur stammt aus dem ebenfalls abgebrochenen Gebäude Langenstraße 44.