Hainwald

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Hainwald.

Ein uralter, höchst fesselnder Name. In den Quellen kommt der Name sehr selten vor, weil die Häuser alle, bis auf die eben behandelte Nr. 7, zu anderen Stadtteilen als Hinter oder Seitenhäuser gerechnet wurden. Die erste Erwähnung fand ich 1489 in der Form „Hanwalt“ ). Der Name ist höchstwahrscheinlich eine Verdeutschung des wendischen Namens Drewnow, der schon 1131 vorkommt und eine bewaldete oder mit einer Hecke umfriedigte Stelle bedeutet, die sich in Gegensatz setzt zu der Kahle (kahle Au), einer Bezeichnung, die sich jetzt noch, freilich an verengter Stelle, findet. Hainwald Nr. 1 und 8 siehe unter Neißgasse 6 und 7 (Seitengebäude), Hainwald Nr. 2, 3, 4 und 5 sind Hinterhäuser zu Petergasse 15, 14, 13 und 11.