Breite Straße 18

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Nr. 18 Ecke oder Langengasse 31 (185) ist ein ansehnlicher Mittelbarockbau mit einem Dachausbau und großem Mansardendache. Im Innern Stuckdecken. Er war noch 1675 ein Brauhof. 1700 besaß das Haus der Kunstmaler Gottfried Ulrich, 1725 der Orgelbauer David Decker (Deckwer) der Jüngere, während der Ältere (gest. 1726) Breitegasse 22 (119) wohnte. 1801 erwarb diese Nummer 18 der Bürgermeister Karl Gottlob König (gest. 1802), 1813 waren Besitzer Frau Juliana von Schindel, geb. v. Üchtritz, die es 1815 an den bekannten Buchdrucker Gotthold Heinze verkaufte, der dort seine Buchdruckerei anlegte. 1852 erbte es dessen Neffe Adolf Heinze, der in Vermögensverfall kam. 1859 erstand es der Stabsarzt K. A. Moritz, der aus den Druckerräumen Wohnungen einrichtete.