Bahnhofstraße

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Bahnhofstraße hieß ursprünglich der Verbindungsweg zwischen der südlichen Salomonstraße und der südlichen Jakobstraße, sie wurde 1847 eröffnet und erhielt 1850 den Namen Bahnhofstraße. Der Name ging dann auch später auf die Häuserreihe nach Westen bis zum Brautwiesenplatz und nach Osten bis zum Blockhaus über. (Das Adreßbuch von 1886 unterscheidet innere und äußere Bahnhofstraße, 1889 tritt für die letztgenannte der Name Sattigstraße ein). Die Bahnhofstraße wurde etwa am Ausgang der südlichen Konsulsgasse durchkreuzt von der Lehmgasse (Leimgasse), die von der Zittauer Straße hinter dem Bahnhofe bis zur Mündung der jetzigen Schiller-Straße unterhalb des Blockhauses ging ). Noch 1883 kennt man offiziell den Namen Lehmgasse ). Südwestlich von der Ecke, wo Sattigstraße und Goethestraße zusammenstoßen, lag früher eine Anhöhe, die durch den Zickzackweg erreicht wurde. Anfangend hinter dem Blockhause, bergansteigend nach Südwesten, mündete er gegenüber der Augustastraße südlich der Bahnanlage in die alte Lehmgasse. (Die Goethestraße wurde 1899 ausgebaut). Von der Anhöhe hatte man früher eine umfassende Aussicht nach allen Seiten.