Bäckerstraße

Geschichte und Topographie der Stadt Görlitz; Richard Jecht, Görlitz 1927-1934:

Bäckergasse.

Sie wird zuerst um 1310 erwähnt ), lateinisch wird sie platea pistorum genannt. 1559 zählte man 12 Hausnummern.

Die Gasse hat jetzt 6 (4) Nummern, Nr. 1 und 2 sind noch jetzt Hinterhäuser zu Untermarkt 5 und 4 (Baum), Nr. 3 war bis um 1870, wo der Neubau erfolgte, Hinterhaus zu Untermarkt 2 (so schon 1728), Nr. 4 und 5 (Eckhäuser Webergasse 20 und 19), sowie Bäckergasse 6 wurden schon oben bei der Webergasse behandelt. 1728 reichte die Bäckergasse weiter nach Westen etwa bis zum Ende des jetzigen Schulgärtchens und war an der Südseite von 12 kleinen Häuschen besetzt. Diese fielen dem Brande vom 5. September 1759 zum Opfer. Die Brandstellen wurden 1767 eingeebnet und überpflastert und nur mit drei Häusern besetzt, von denen das westliche das Schulhaus war, das von der Bäckergasse bis zur Krischelstraße reichte (siehe Fischmarkt 6).

Die Bäckergasse war bis 1838/39, wo die Häuser Nr. 5 und 6 mit neuer Straßenflucht gebaut wurden, so schmal, daß kaum zwei leichte Fuhrwerke sich ausweichen konnten. Früher gab es zwei Wassertröge hier, einen in der Nähe der Webergasse, den andern am Fischmarkte. Beide wurden 1844 zu einem vereint und unter einem gewölbten Überbau an die Nordseite der Schule verlegt ).