Matthias Corvinus

Matthias Corvinus (1443-1490) wurde am 23. Februar 1443 in Klausenburg als Sohn des siebenbürgischen Woiwoden Johann Hunyadi geboren. Bereits 1457 wurde er zum König von Ungarn gekrönt. Die darauf folgende Auseinandersetzung mit Friedrich III., der ebenfalls die ungarische Krone beanspruchte, endete mit einem Vergleich. Corvinus musste einige westungarische Gebiete an die Habsburger abtreten. 1469 rückte er mit dem Segen des Papstes in Böhmen ein, um Georg von Pobjebrad zu stürzen. Corvinus gewann damit wohl den Einfluss auf die böhmischen Nebenländer Mähren, Schlesien und die Lausitz. In Böhmen selbst konnte er sich nie richtig behaupten. Nach einer Vielzahl von Kämpfen erreichte sein Reich 1485, als er Wien eroberte, die größte Ausdehnung. Es reichte von der Lausitz und Schlesien im Norden bis nach Bulgarien im Süden. Mit seinem Tod im Jahr 1490 fielen die errungenen österreichischen Gebiete wieder an die Habsburger, Ungarn und Böhmen zurück an die Jagiellonen. Corvinus gilt als einer der bedeutenden Herrscher der Renaissance. Seine Bibliotheca Corviniana war die größte Sammlung wissenschaftlicher und philosophischer Schriften ihrer Zeit. Matthias Corvinus hatte wesentlichen Anteil an der Verbreitung der Renaissance nördlich der Alpen.

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