Johann Christoph Lüders

Johann Christoph Lüders wurde am 12. Juli 1803 in Bettingrode (Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel) geboren und wuchs in armen Verhältnissen auf. Nach seinem Volksschulabschluss 1817 lernte er den Beruf eines Sattlers und Lackierers und qualifizierte sich 1826, nach seiner Wanderschaft, in Dresden zum Werkmeister der „königlichen Kutschenfabrik“. 1827 siedelte er nach Görlitz um und gründete hier nur ein Jahr später seine eigene Sattler- und Lackierwerkstatt im Haus Obermarkt 8 und gründete eine Familie. Auf Grund guter wirtschaftlicher Entwicklung wurde der Betrieb auf das Gelände an der Brunnenstraße verlegt (Waggonbau Werk I). Er begann u.a. mit der industriellen Fertigung von Eisenbahngüterwagen. Bereits 1869, inzwischen im Alter von 66 Jahren, wandelte er den Betrieb in die „Aktiengesellschaft für Fabrikation von Eisenbahnmaterial zu Görlitz“ um. Drei Jahre später starb Lüders und wurde auf dem städtischen Friedhof beigesetzt.

weiterführende Texte:

Literatur:

  • Die Aktiengesellschaft für Fabrikation von Eisenbahn-Material zu Görlitz. Verlag Hoffmann & Reiber, Görlitz 1903
  • Stadt Görlitz: Görlitz-Mosaik. Ausgabe 10/1991
  • Wilfried Rettig: Eisenbahnknoten Görlitz. Bufe-Fachbuch-Verlag, Eggelham 1994
  • Gewerbeverein zu Görlitz 1830. Wurzeln eines neuen Aufbruchs; Ernst Kretzschmar, 1995
  • Wolfgang Theurich: 150 Jahre Waggonbau in Görlitz. 1849 – 1999. Eisenbahn-Kurier-Verlag, Freiburg 1999
  • Amtsblatt der Kreisfreien Stadt Görlitz: Seite 12, Ausgabe 7/2002
  • Wolf-Peter Lüders: Unveröffentlichte Reden, Erinnerungen und Gespräche. 2003
  • Görlitz - Traditionsstandort für Schienenfahrzeugbau, W. Theurich, 1995

Weblinks: