Jakob Böhme

Jakob Böhme wurde 1575 als Sohn eines Bauern in Altseidenberg (Zawidow) geboren, lernte den Beruf eines Schuhmachers und ließ sich nach seinen Wanderjahren 1599 in Görlitz nieder. Hier erwarb er das Görlitzer Bürgerrecht und betrieb eine Schuhbank.
Mehrere Erleuchtungen und seine persönliche Auseinandersetzung mit diesen Erscheinungen veranlassten ihn, seine Gedanken niederzuschreiben.
1612 entstand mit „Die Morgenröte im Aufgang (Aurora)“ sein erstes Werk. Fortan sah er sich einer andauernden Gegnerschaft ausgesetzt. Sein wohl wichtigster Gegenspieler wurde der Görlitzer Pfarrer Gregor Richter. Auf Drängen seiner Freunde schrieb er trotzdem weiter und es entstanden in den folgenden Jahren u.a.: „De tribus principiis (Die Beschreibung der drei Prinzipien göttlichen Wesens)“ (1619), „Von dem dreifachen Leben des Menschen“, “Vierzig Fragen von der Seelen“, „Von der Menschwerdung Jesu Christi“ (1621-23), …

1624, im gleichen Jahr wie sein Gegenspieler Gregor Richter, starb Jakob Böhme und musste selbst auf dem Sterbebett noch ein Glaubensverhör über sich ergehen lassen. Das Foto zeigt die Grabstätte Jakob Böhmes auf dem Görlitzer Nikolaifriedhof.

Vom oberen Teil des Ochsenzwingers hat man auch einen interessanten Blick auf den polnischen Teil der Stadt. Direkt am Ufer kann man ein kleines 3-geschossiges Haus erkennen. Dort wohnte Jakob Böhme (1575-1624), der vielleicht berühmteste Sohn der Stadt Görlitz.
In seinem ehemaligen Wohnhaus ist heute ein kleines Museum eingerichtet.

Literatur:

weiterführende Texte: