Hans Olmützer

Über das Leben des Hans Olmützer ist relativ wenig bekannt. Sein Geburtsdatum liegt um 1450 und als sein Geburtsort wird Olmütz in Süddeutschland angegeben.

Olmütz´s Spuren lassen sich haupsächlich durch seine Leistungen verfolgen. So tauchte sein Name erstmalig 1473 als Bildhauer und Maler bei einem gewissen Meister Peter Zainer auf. 1478 wird er als selbständiger Bildhauer in St.Gallen erwähnt. 1479 hält er sich in Konstanz auf, wo er 9 Jahre lebt und auch heiratet.

Ab 1488 wird sein Name in Görlitz geführt. Hier schuf er als Bildhauer und Maler Plastiken im Auftrag reicher Görlitzer Bürger. Mit Olmützer kamen auch die Erfahrungen des süddeutschen Bildhauerhandwerks nach Görlitz.

In der Görlitzer Oberkirche findet sich die Figurengruppe “Grablegung Christi”, die von Hans Olmützer im Auftrag des damaligen Bürgermeisters Gorg Emmerich, 1492 hergestellt wurde. Im Auftrag des Großkaufmanns Hans Frenzel fertigt Olmützer 1503 einen Altar für die Annenkapelle, der 1559 in die Peterskirche versetzt wird und dort 1691 ein Raub der Flammen wird. Die beiden Schnitzarbeiten “Christus in der Rast” und die “Goldne Maria”, welche sich in der Barbarakapelle der Klosterkirche befinden, wurden ihm lange Zeit zugeschrieben, wurden aber wohl nicht von ihm gefertigt.

1503 verläßt Olmützer die Stadt Görlitz wegen Streitereien um die tatsächliche Länge seiner Lehrzeit und arbeitet fortan in Breslau (1503) und später auf dem Hradschin in Prag (1518).

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