Gottlob Ludwig Demiani (1786-1846)

Gottlob Ludwig Demiani (1783-1846) wurde am 22. April 1786 in Dresden als Sohn des Arztes Christian Gottlob Demiani geboren. Der Ausbildung am Görlitzer Gymnasium Augustum schloss sich der Besuch einer sächsischen Fürstenschule sowie das Jurastudium zu Wittenberg an. 1814 wurde er zum Senator des Ratskollegiums nach Görlitz berufen und 1820 zum Kämmerer ernannt. Dank seines Fachwissens und Organisationstalents konnten die durch Krieg und Mißwirtschaft zerrütteten städtischen Finanzen wieder geordnet und somit die Grundlagen für den enormen wirtschaftlichen Aufschwung ab Mitte der dreißiger Jahre geschaffen werden.

1833 wurde Demiani zum Bürgermeister der Stadt Görlitz gewählt. In seiner Amtszeit wurden wichtige Bauvorhaben realisiert. Dazu gehörten 1836 die Eröffnung der Höheren Bürgerschule, 1836 bis 1838 das Mädchenschulgebäude am Fischmarkt (die heutige Musikschule) sowie 1846 bis 1847 das Volksschulgebäude an der Langenstraße, und 1849 die Nikolaischule. 1843 bis 1844 wurde das städtische Krankenhaus an der Salomongasse gebaut. Andere von Demianis Vorhaben wurden erst nach seinem Tod am 8. Juli 1846 in die Realität umgesetzt. Am 9.7.1847 schrieb der Görlitzer Anzeiger: "Und sein Gedächtnis, es wird nicht vergehn, solange ein Stein wird stehn."

1844 ernannte ihn der König zum ersten Oberbürgermeister der Stadt Görlitz.

Splitter:

Der Reformator des Görlitzer Schulwesens, Professor Kaumann, sagt 1846 in der Trauerfeier der Bürgerschulen für Demiani: "Nachdem er die materiellen Interessen der Stadt mit erprobter Umsicht und gewissenhafter Treue gefördert und gesichert und die Mittel der Pflege der geistigen gewonnen hatte, ging sein edles Streben dahin, daß die intellektuelle und sittliche Bildung unserer Stadt gleichen Schritt halten ... sollte." (SKG nf 19)

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