Georg Emmerich

Als Sohn des zu dieser Zeit amtierenden Bürgermeisters Urban Emmerich wurde Georg Emmerich 1422 in Görlitz geboren.
464 kam es zu einer Liaison zwischen Georg Emmerich und Berigina Horschel, der Tochter eines angesehenen Ratsmitgliedes der Stadt. Das Verhältnis blieb nicht ohne Folgen und so drängten Beriginas Eltern auf Eheschließung, welcher sich Georg Emmerich verweigerte. Zu dem gehörten die Familien Emmerich und Horschel auch noch unterschiedlichen Parteien an. Die einen waren Anhänger der Ungarnpartei und die anderen der Böhmischen. Unter Androhung der Exkommunikation wurde Georg Emmerich gedrängt, das Ansehen der “rechtgläubigen Ungarnpartei” durch eine Pilgerfahrt nach Jerusalem wieder herzustellen. 1465 trat Emmerich seine Reise an.

Aus Jerusalem brachte Georg Emmerich detailgetreue Aufzeichnungen des Heiligen Grabes mit, um dieses in seiner Heimat nachzubauen. Der Nachbau selbst nahm mehrere Jahre in Anspruch. Als der Vater Georg Emmerichs 1470 verstarb, übernahm Georg zuerst die Aufgaben als Schöppe und schließlich 1475 die des Bürgermeisters. In dieser Zeit wurde aus Georg Emmerich einer der erfolgreichsten und wohl auch skrupellosesten Kaufleute der Stadt. Nach einigen Jahren nannte Emmerich 19 Rittergüter, Dörfer und auch Dorfteile sein Eigen.

Georg Emmerich verstarb am 21. Januar 1507 und wurde auf dem Nikolaifriedhof beigesetzt. Seine Gruftkapelle wurde erst ca. 200 Jahre später, 1721, an der nördliche Seite der Nikolaikirche angebaut.

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